Kultur
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Chado
Der Weg des Tees.
Vier Worte
Chado heisst wortwörtlich der Weg des Tees. Kein Rezept und keine Vorschrift, sondern eine Haltung, die Sen no Rikyü im 16. Jahrhundert in vier Begriffe gefasst hat.

- Wa, Harmonie
- Zwischen Gastgeber und Gast, zwischen Gerät und Raum, zwischen dem Tee und der Jahreszeit
- Kei, Respekt
- Vor dem Gegenüber und vor den Dingen. Eine Schale wird mit beiden Händen gehalten, weil sie es wert ist
- Sei, Reinheit
- Nicht nur das saubere Gerät, auch der geleerte Kopf. Das Aufräumen gehört zur Übung
- Jaku, Stille
- Was sich einstellt, wenn die ersten drei da sind. Nicht Abwesenheit von Geräusch, sondern Abwesenheit von Unruhe
Ichi-go ichi-e
Eine Begegnung, eine Gelegenheit. Diese Zusammenkunft, dieser Tee, diese Schale wird es genau so nie wieder geben. Deshalb lohnt es sich, aufmerksam zu sein.
Warum das hier steht
Niemand muss eine Teezeremonie lernen, um Matcha zu trinken. Aber es ist kein Zufall, dass ausgerechnet dieses Getränk eine Form hervorgebracht hat, die sich auf Stille und Aufmerksamkeit richtet.
Matcha zwingt zu zwei Minuten, in denen man nichts anderes tun kann. Man kann nicht nebenbei schlagen. Genau darin liegt der Unterschied zu allem, was aus einer Maschine kommt, und genau daher kommt der Name unserer Marke.
Wenn du mehr willst
- In der Schweiz gibt es Teeschulen und Teehäuser, die Einführungen in Chanoyu anbieten. Ein Nachmittag reicht, um zu verstehen, worum es geht
- Die vier Begriffe lassen sich auch ohne Zeremonie üben: eine Schale, ein Besen, kein Bildschirm daneben
- Wer eine einzige Sache mitnehmen will: die Schale mit beiden Händen halten
