Geschichte

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Die Geschichte

Von einem Zen-Mönch bis in dein Regal.

Achthundert Jahre

Pulvertee kam nicht aus Japan, sondern aus China. Im 12. Jahrhundert brachte der Zen-Mönch Eisai Teesamen und die Zubereitungsart von einer Studienreise mit. In China verschwand der Pulvertee später wieder, in Japan blieb er.

Um Kyoto herum, in Uji, entstanden die ersten Anbaugärten, die eigens für diesen Tee angelegt wurden. Dort wurde auch die Beschattung erfunden, die bis heute den Unterschied zwischen Matcha und jedem anderen Grüntee ausmacht.

Der Teeraum, wie ihn Sen no Rikyü geformt hat.
Der Teeraum, wie ihn Sen no Rikyü geformt hat.

Im 16. Jahrhundert formte Sen no Rikyü aus dem Teetrinken eine Form: eine Abfolge von Handgriffen, ein Raum, eine Haltung. Nicht Zeremonie im Sinn von Feierlichkeit, sondern Übung im Sinn von Wiederholung.

Warum das heute noch etwas bedeutet

Man kann Matcha trinken, ohne ein einziges Wort davon zu wissen. Aber die zwei Minuten, die das Aufschlagen dauert, sind kein Umweg. Sie sind der Grund, warum viele Menschen bei Matcha bleiben und nicht wieder zum Pulverkaffee zurückgehen.

Die Zeittafel

ZeitWas geschah
um 1191Eisai bringt Teesamen und Pulvertee nach Japan
13. bis 14. Jh.Der Tee verbreitet sich in den Zen-Klöstern
15. Jh.In Uji entstehen die ersten beschatteten Gärten
16. Jh.Sen no Rikyü formt den Weg des Tees, wie er heute gilt
19. Jh.Maschinen kommen in die Verarbeitung, Tencha wird industriell
ab 2000Matcha wird ausserhalb Japans zum Getränk, nicht nur zur Zutat
heuteDie Nachfrage übersteigt die Erntemengen, die Preise steigen

Warum Matcha gerade teurer wird

Tencha, die Grundlage von Matcha, lässt sich nicht beliebig vermehren. Ein beschatteter Garten braucht Jahre, und die Zahl der Bauern in Japan sinkt. Gleichzeitig wächst die Nachfrage aus Europa und Nordamerika schnell. Wer heute guten Matcha kauft, kauft ein knappes Gut. Das ist kein Marketingsatz, sondern die Lage im Einkauf.